Engel-auf-Erden

29.07.2020

Helden im Ehrenamt

„Kinder erfrischen das Leben und erfreuen das Herz.“

– Friedrich Ernst Daniel Schleiermacher

Angelina ist 13 Jahre alt und lebt in einem Dorf in Transnistrien in der Republik Moldau. Sie ist mit einer Behinderung zur Welt gekommen und benötigt dringend Unterstützung, um den Alltag zu bewältigen…
Der Verein “Engel auf Erden” tut genau das! Die drei Gründerinnen haben es sich zum Ziel gesetzt, benachteiligte Kinder in der Region Transnistrien zu unterstützen. Mithilfe von öf­fent­lich­keits­wirk­samen Aktionen sammeln sie Sachspenden, die direkt an hilfsbedürftige Kinder und Familien weitergeleitet werden. Wir haben den Verein besucht und uns die unterschiedlichen Projekte genauer erklären lassen. Offiziell wurde der Verein 2018 in Worms gegründet und besteht inzwischen aus 18 Mitgliedern.

Mit Sachspenden fördert der Verein eigene Hilfsprojekte in der Nähe von Tiraspol, der Hauptstadt von Transnistrien. Unter anderem unterstützt „Engel-auf-Erden“ zwei Lager in Tiraspol und Dnestrowsk mit Sachspenden, wo sich Familien mit behinderten Kindern und bedürftige Familien das nötigste zum Leben aussuchen können. Außerdem sammelt der Verein auch Sachspenden für Waisenhäuser und Internate. Neben den zwei Zentren und mehreren Internaten, unterstützt die Organisation auch direkt einzelne Familien mit schwer behinderten Kindern. Hier erzählt uns Irina Krieger, eine der Gründerinnen des Vereins, die Geschichte von Angelina. Diese lebt mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Artem in der Nähe von Tiraspol. Sowohl Angelina als auch ihr Bruder sind mit einer schweren Behinderung zur Welt gekommen. Die Beinmuskeln unter dem Becken des Mädchens sind verkümmert. Somit kann sich Angelina nur auf Händen fortbewegen. Ihr Bruder Artem leidet an einer schweren Form der Zerebralparese. Der Vater ist vor knapp 2 Jahren verstorben und die Mutter der beiden Kinder ist alleine mit der Pflege überfordert. „Die Familie hat kaum Mittel die Kinder zu unterstützen. Angelinas Mutter ist mit der Situation einfach überfordert. Als wir die Familie zum ersten Mal besuchten, kroch uns Angelina auf ihren Unterarmen entgegen und Ihr Bruder Artem lag in der Krippe für Neugeborene, in der er nicht einmal aufrecht liegen konnte. Wie soll eine Mutter allein ohne Hilfe so eine Situation bewältigen? Deshalb war uns klar: wir müssen der Familie unbedingt helfen!“, erklärte uns Frau Krieger.

Seit dem ersten Besuch bei Angelina hat der Verein zu mehreren Spendenaktionen für die Familie aufgerufen; mit vollem Erfolg! Unter anderem wurde ein Rollstuhl für Angelina gespendet, die es ihr ermöglicht, sich selbstständig fortzubewegen. Für Ihren Bruder konnte der Verein ein behindertengerechtes Bett organisieren. Auch Spielsachen wurden für die beiden Kinder gespendet. „Die Familie war so dankbar für all die Spenden. Man hat direkt gemerkt, wie sehr sich die Kinder über all die Sachen gefreut haben. Auch Angelinas Mutter war komplett sprachlos“, erzählte uns Frau Krieger. „Angelina’s Geschichte zeigt, dass schon mit wenig Spenden viel erreicht werden kann. Wir hoffen, so weitere Familien mit behinderten Kindern in der Region unterstützen zu können.“

Inzwischen unterstützt der Verein mehrere Internate und Familien in der Region. Zudem sollen in Zukunft neue Projekte in Deutschland, Rumänien und Bosnien organisiert werden. „Unsere Ziele sind sehr ambitioniert. Leider hat uns Corona einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht. Ob wir alle Projekte rechtzeitig starten können bleibt abzuwarten. Dennoch bleiben wir optimistisch! Wir wollen die Kinder nicht im Stich lassen“, so Frau Krieger. Für Angelina plant der Verein inzwischen sogar eine Operation über Spendengelder. Durch die OP besteht für sie die Chance, selbstständig mit Stützen laufen zu können…

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