Die richtige Ausbildung im Ehrenamt

15.11.2020

Die richtige Ausbildung im Ehrenamt

Viele ehrenamtliche Tätigkeiten können ohne besondere Vor- und Ausbildung durchgeführt werden. 

Das einzige, was man braucht, ist die richtige Motivation und ein gutes Herz. Jedoch gibt es ein paar Bereiche, in denen eine Vorbildung nicht schaden könnte oder in denen sich die Ehrenamtlichen sogar aktiv weiterbilden müssen. Deshalb bietet sich das Rentenalter auch noch mal gut an, um ehrenamtlich aktiv zu werden. Denn bspw. ein ehemaliger Buchhalter ist äußerst gut für die Vereinsfunktion eines Kassenwartes geeignet. Ehemalige Handwerker, Techniker oder Computerexperten können Bedürftigen, die sich keine teuren Reparaturen leisten können, meist besser helfen als Laien.

Engagierte im Rettungsdienst oder in sensiblen Bereichen wie Sterbehilfe, TelefonSeelsorge oder Betreuung von Kriminalitätsopfern müssen sich einer entsprechenden Ausbildung unterziehen. Menschen, die sich in Bereichen engagieren möchte, haben auch meistens die Motivation, an den notwendigen Seminaren, erste Hilfe Kursen und Prüfungen teilzunehmen, um eine fachliche Kompetenz zu erlangen. Wichtig dabei ist, dass die Kosten für die Ausbildung von den Organisationen getragen werden und nicht die Freiwilligen selbst dies finanzieren müssen.

Wer Menschen in schwieriger Lage beraten möchte, benötigt eine kontinuierliche Weiterbildung. Deshalb bietet bspw. Deutschlands größte Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer – der Verein WEISSER RING – regelmäßig Kurse an seiner Akademie an, die auch externe Interessierte besuchen können. Die Ausbildungen in den verschiedenen ehrenamtlichen Bereichen können je nach Tätigkeit und Organisation unterschiedlich umfangreich und zeitintensiv sein. Deshalb kann es vorkommen, dass sich die Ehrenamtlichen trotz der guten Ausbildung in manchen Situationen hilf- oder ratlos und manchmal sogar im Stich gelassen fühlen. Z. B. wenn die zu betreuende Person im Altenheim verstirbt und man auf einmal nicht mehr gebraucht wird oder man bei der Telefonseelsorge von einem schrecklichen Schicksal erfahren hat. Für solche Situationen bieten viele Vereine die Möglichkeit einer Supervision an. Dort treffen sich regelmäßig – bspw. alle 6 Wochen – die Ehrenamtlichen in einer Gruppe mit einem ausgebildeten Supervisor und besprechen ihre Probleme und Sorgen. So können sie sich gegenseitig helfen und das Erlebte verarbeiten. Neben dem persönlichen Limit gibt es auch einen von außen gesetzten Rahmen wie etwa die Leitlinien einer Organisation. Denn schließlich handelt es sich um Freiwillige, die dies in ihrer Freizeit machen. Es muss also auch der Unterschied zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen berücksichtigt werden. Und selbst bei den Hauptamtlichen kommt es auch mal vor, dass sie überfordert sind oder auch sie seelischen Beistand brauchen.

Aufgrund der demografischen Entwicklung wird in den kommenden Jahren mit einem steigenden Bedarf an ehrenamtlichen Helfern vor allem in der ambulanten Hospizarbeit gerechnet. Ihre Verbesserungsvorschläge sollten also erhört und in die Tat umgesetzt werden, damit sie weiterhin zufrieden mit ihrem Ehrenamt sind und es einen stetigen Zuwachs an Engagierten gibt.

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