Die Donnersberger Initiative für Menschen in Not e.V.

19.08.2020

Donnersberger Initiative

„Wenn Hilfe gefragt ist, wird Hilfe gegeben!“

Alles begann mit dem Zünden einer Kerze an Heiligabend. Im kleinen Kreis trafen sich die Gründer der „Donnersberger Initiative für Menschen in Not“ um sich über deren Erschütterung bezüglich des Balkankriegs auszutauschen. Um den Opfern des Krieges zu gedenken, riefen sie in ihrer Heimat dazu auf, sich an einem Ort zu versammeln und Kerzen zu zünden. Das Realisieren, dass Menschen gerne helfen, ihnen nur der erste Schritt fehlt, legte das Fundament. Jahre später war das Zünden der Kerze der Anfang der Donnersberger Initiative, welche sich offiziell im Jahre 2004 gründete.

Die Donnersberger Initiative hat sich als Ziel gesetzt, Menschen in Not sofort Hilfe zu leisten. Der aktuelle Fall des kleinen Paul, welcher durch seine Schwerbehinderung einen speziell angefertigten Bus benötigt, unterstreicht den Aspekt der schnellen Hilfe besonders. Innerhalb von zwei Wochen sind bereits 30.000€ Spenden auf dem Konto der Initiative gelandet. Wie kommt diese Summe zusammen? Dieses Ausmaß ist nur möglich mithilfe der Medien und einer zuversichtlichen Einstellung, denn sie leben nach dem Motto: „Wer nicht wagt, der kann nie was erreichen“. Außerdem profitiert der Verein von einem starken Netzwerk an Helfern. Spendesammelaktionen reichen von simplen 5€ Überweisungen, einer Frau, die sich regelmäßig den ganzen Tag an den Supermarkt stellt um Geld zu sammeln, bis hin zu Menschen, die sich zum Geburtstag eine Spende an die Initiative wünschen.

Als oberstes Gebot der Helfer gilt: Jeder gespendete Cent kommt an. Dagegen wird kein Cent für die Verwaltung aufgewendet. Reisekosten etc. werden alle aus eigener Tasche gezahlt. Dies hat schon einige Male zur Verwunderung seitens des Steuerberaters geführt, erzählte uns Dr. Sabbagh, einer der Vorstandsmitglieder.

Außerdem wird kein Cent anonym verschenkt. Die Mitglieder möchten jeden Menschen in Not persönlich kennenlernen. Dafür scheuen sie nicht nur Kosten, sondern beweisen auch noch Mut – Nur drei Tage nach dem schweren Erdbeben in der Türkei in den 90er-Jahren, flog Dr. Sabbagh mit seinen Helfern an einen der betroffenen Orte. Das Helferteam bestand darauf, die Spenden nicht an die staatlichen Behörden weiterzugeben, um sicherzustellen, dass das Geld an der richtigen Stelle ankommt. Dafür flogen sie jeden Monat in die Türkei, um die Spenden persönlich zu übergeben. Beim ersten Antreffen im Dorf versammelten sich alle an einem Platz, die Bewohner selbst entschieden, wer die Hilfe am dringendsten benötigte. Nach und nach wurde in nur einem halben Jahr ein gesamtes Dorf restauriert. Mit einem Lächeln im Gesicht erzählt uns Dr. Sabbagh, dass dort nun die „südlichste Donnersbergstraße auf der Welt“ sei. Diese Meisterleistung war nur so schnell machbar, weil unpragmatisch an die Situation herangegangen wurde. Denn das Einzige, was sie in der Hand hatten, war ein erdbebensicherer Bauplan, den ein Architekt für sie erstellte.

Mittlerweile ist die Donnersberger Initiative zu einer richtigen Gemeinschaft gewachsen. Ein Mal im Jahr gibt es das „Kibo ist…“-Fest. Dieses wurde ins Leben gerufen, weil diejenigen, die Hilfe erhalten haben, den Helfenden etwas zurückgeben wollten. Alle Einwohner Kirchheimbolandens sind dann herzlich eingeladen, um von dem großen kulinarischen Buffet, welches mit Liebe von den Familien hergerichtet wurde, um Dankbarkeit zu zeigen, zu kosten.

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